Amsterdamned II – Verfluchtes Amsterdam – Filmkritik
Verfluchtes Amsterdam. Kult-Cop Eric Visser fischt nach Jahrzehnten wieder Leichen aus den Kanälen. (Deadline – das Filmmagazin)

Die Amsterdamer Grachten führen wieder rotes Wasser. Als Eric Visser (Huub Stapel) vor über 30 Jahren den tauchenden Kanal-Killer jagte, schien der Fall nach etlichen Morden gelöst. Doch der Ruhestand im ländlichen Limburg steht dem Kult-Cop ebenso wenig wie der vegane Fleischersatz, den ihm eine Verkäuferin empfiehlt. Visser kehrt zurück ins verfluchte Amsterdam, er trifft auf alte Bekannte und neue Kollegen. Kommissarin Tara Lee (Holly Mae Brood) hat nun das Sagen und wurde bereits auf die ersten Todesfälle angesetzt. Die Morde entlang der Grachten sind ähnlich bizarr und verstörend wie im ersten Film, Verfluchtes Amsterdam (Amsterdamned, 1988), einer der größten Hits des niederländischen Kinos. Holly Mae Brood spielt ihre Polizistin dynamisch und fokussiert, und ähnlich wie Visser früher ist sie wirklich cool: gern auf dem Motorrad, Körpersprache und Mimik direkt und entschlossen, dabei zugleich unbeeindruckt wie vorsichtig empathisch. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die beiden zusammenarbeiten – auch wenn Visser zunächst ja nur beobachten soll. Doch dieser Fall wird beiden den letzten Nerv rauben und das Äußerste abverlangen.
Nach 37 Jahren konnte der niederländische Maverick Director Dick Maas, der in den 1980ern seine großen Erfolge feierte, die lang erwartete Fortsetzung realisieren. Ihn und Hauptdarsteller Huub Stapel traf ich anlässlich der Premierenfeier in Amsterdam für Interviews.
Vollständige Besprechung in Deadline – das Filmmagazin, Nr. 116, 2026
