No Country for Old Men – Filmkritik
Leben und sterben in Texas. In staubig-blutigen Tönen malen die Coens Cormac McCarthys Parabel auf die Leinwand. Filmkritik-Essay. (Fluxkompensator)

[…] Die Jagd beginnt, stimmungsvoll, mal ruhig, mal dynamisch, wie man sie selten im Kino erleben darf. Strahlen von Suchscheinwerfern auf Trucks durchschneiden die nächtliche Steppe. Die Lichtkegel akzentuieren (Aus-)Wege und Hindernisse. Die Gehetzten von Texas zeigen ihre gleißend-bleichen Gesichter bei Nacht und schroff gebräunte Visagen bei Tag. In jeder Einstellung sieht man ihnen das (Über-)Leben an, kann es förmlich spüren. Steppenstaub, Blut und Dreck vermischen sich mit der Landschaft zu einem Gemälde in leuchtenden Ockertönen. Spätestens hier wird klar: die Coen-Brüder, unsere Regisseure von No Country for Old Men (2007), sind große Maler. Mit ihren Bildern ziehen sie uns ganz tief in die Welt des Autors der gleichnamigen Romanvorlage, dem vielfach preisgekrönten Cormac McCarthy.
Vollständige Besprechung auf Fluxkompensator
