Dark City – Podcast

Conceptual Breakthrough. Mit Patrick und Fynn spreche ich über Alex Proyas’ retro-futuristischen Neo-Noir. (Bahnhofskino Podcast)

Gemeinsam mit dem Protagonisten erblicken wir die finstere, isolierte Welt von Dark City (1998). Die Kamera liegt am Boden und gibt die Sicht auf ein steril beleuchtetes Badezimmer frei. Am anderen Ende des Raums liegt ein Mann, scheint benommen, kann sich nicht mehr erinnern, wie er dorthin gelangt ist. Eine pendelnde Deckenlampe zieht kontinuierlich ihr Streulicht über den gefliesten Boden, der Badschmutz schimmert gräulich-weiß. Der Mann heißt John (Rufus Sewell), er ist allein, nicht einmal die Zeit kann ihm einen Anhaltspunkt geben – die Zeiger auf dem Ziffernblatt einer Uhr sind stehen geblieben. Es ist eine bedrückend-dystopische Welt, die der Film bereits mit seinen ersten Bildern zu vermitteln weiß. Auch wir als Zuschauer sind zeitlich und räumlich desorientiert – ein Leitprinzip des Science-Fiction-Films, das in Dark City stilsicher ausgebaut wird.

Bereits 2012 hatte ich Alex Proyas’ zweiten Spielfilm für critic.de besprochen. Doch seine reichhaltigen Motive bieten genügend Stoff für gebündelte Podcast-Power. So spreche ich im Bahnhofskino gar zu dritt mit Patrick Lohmeier und Fynn Benkert über Dark City. Dabei beleuchten wir Erzählwelt, Figuren und narrative Struktur im Detail und gehen zudem auf die Unterschiede beider Schnittfassungen ein, die kürzlich via Arrow Video neu restauriert veröffentlicht wurden.  

Not Alone in the Dark