A Lizard in a Woman’s Skin – Special Edition
Lucio Fulcis psychedelischer Giallo-Trip: erstmals in Deutschland erhältlich. Komplett restauriert und erstmals synchronisiert – mit meinem Textbeitrag im Booklet. (filmArt)

Die psychisch labile Carol Hammond (Florinda Bolkan) leidet Nacht für Nacht unter furchtbaren Alpträumen sexueller Natur. In ihrer Verzweiflung sucht sie den Psychiater Dr. Kerr (George Rigaud) auf. Als sie davon träumt, ihre Nachbarin zu ermorden und deren Leiche am nächsten Morgen tatsächlich gefunden wird, fürchtet Carol, selbst zur Mörderin geworden zu sein. Doch es folgen noch mehr brutale Morde und Inspektor Corvin (Stanley Baker) muss den wahren Täter finden, bevor es endgültig zu spät ist.
Mehrere Jahre in Planung fürs hiesige Heimkino, erscheint dieser bislang sträflich vernachlässigte Titel nun beim renommierten Spezial-Label filmArt. Mein Kollege Prof. Dr. Marcus Stiglegger kuratierte das Booklet des Ausnahmefilms, in dem mehrere Texte versammelt sind. In meinem Beitrag fokussiere ich „Filmische Übergänge in A Lizard in a Woman’s Skin“, analysiere die Topographie von Türen, Schwellen und Passagen. Auszug Epilog: „Mit seinem 1971 erschienenen und nun – über 50 Jahre später – endlich in einer würdigen deutschsprachigen Edition vorliegenden A Lizard in a Woman’s Skin hat Lucio Fulci eines seiner bildsprachlich interessantesten Werke geschaffen. In der Verbindung von virtuosen, geradezu traumwandlerischen Bildkompositionen und den spannungsgeladenen Ingredienzen des Giallo-Thrillers kommen in diesem Film Fulcis ganz eigene Qualitäten zum Vorschein, die ihn nachhaltig als einen Künstler etablierten, der stets an der Schwelle arbeitet: an den Grenzen zwischen Bewusstem und Unbewusstem, an den Türen zum Übernatürlichen, in Prozessen des Übergangs. Stellt der Titel selbst eine Allegorie auf eine Transformation, einen Übergang, dar, so kommt dies durchgängig gelungen in den Bilderwelten bzw. filmischen Vorstellungsräumen von A Lizard in a Woman’s Skin zum Ausdruck.“
Deutsche Blu-ray-Premiere der ungeschnittenen Fassung, erstmals synchronisiert. Plus: Featurette zum Film und über Lucio Fulci: „Ein Alptraum in London“
